Wohnen in WinterthurSP Bezirk Winterthur
27.06.2011
Die Mieten in der Stadt Winterthur steigen. Die Suche nach einer Wohnung wird immer schwieriger, insbesondere auch für Familien oder Personen mit einem durchschnittlichen Haushaltsbudget. Damit in Winterthur auch in Zukunft Wohnungen für alle Ansprüche verfügbar sind, fordert die SP Kostenmieten, keinen weiteren Landverkauf und mittels Volksinitiative die Gründung einer Stiftung.
In der Stadt Winterthur ist in den letzten Monaten und Jahren ein verstärkter Druck auf die Mieten auszumachen, welche kontinuierliche steigen. Für den Mittelstand und Familien mit Kindern wird es immer schwieriger genügend grosse Wohnungen zu erschwinglichen Preisen zu finden. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Situation weiter verschärfen wird: der Siedlungsdruck nimmt zu und die Verdrängung des Mittelstandes aus der Stadt Zürich führt zu einer Zunahme der Nachfrage in Winterthur.
Ein Lichtblick sind die verschiedenen Wohnbau-Genossenschaften, welche sich dank der Kostenmiete dieser Marktdynamik der stets steigenden Mieten entziehen. „Die Kostenmiete ist das richtige Instrument, um diese Aufwärtsspirale zu bremsen“, sagt Christian Ulrich, Präsident der SP Bezirk Winterthur.Yvonne Beutler, Fraktionspräsidentin, ist der Meinung, dass die Stadt Winterthur eine aktivere Rolle im Immobilien- und Mietwohnungs-Markt Winterthur spielen muss:„Weil die Stadt Winterthur nur wenig Land und verfügbare Liegenschaften selber besitzt und somit nur geringfügig Einfluss nehmen kann, ist das zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Aber im Hinblick auf „Fokus“ ändert sich diese Situation markant.“ Die SP Winterthur möchte mit drei neuen Instrumenten der Stadt die Möglichkeiten geben, um auf dem Immobilien- und Mietwohnungsmarkt aktiv zu werden:
Kostenmiete innerhalb der geltenden BZO und der städtischen Liegenschaftspolitik
Ein Arealbonus soll an einen Anteil Mietwohnungen zu Kostenmiete gekoppelt sein. Dieses Anliegen wird die SP in einem parlamentarischen Vorstoss aufnehmen. Städtische Wohnungen sollen zudem ebenfalls nach dem Grundsatz der Kostenmiete vermietet werden und betreffend Belegung sollen verbindliche Vorgaben gemacht werden.
Kein Landverkauf
Statt das Land zu verkaufen, soll die Stadt Winterthur ihr Land grundsätzlich nur noch im Baurecht mit Auflagen zur Kostenmiete abgeben. Dieser Grundsatz soll mit einem parlamentarischen Vorstoss verankert werden.
Gründung einer Stiftung
In Winterthur soll eine Stiftung Land und Liegenschaften kaufen und einer Nutzung mit Kostenmiete zuführen. Dabei kann die Stiftung selber bauen oder das Land im Baurecht abgeben. Die SP Winterthur wird an der nächsten Mitgliederversammlung eine städtische Volksinitiative lancieren. Der Entwurf wird den Mitgliedern mit der Einladung verschickt. An der Versammlung vom 12. Juli 2011 soll die Initiative bereinigt und verabschiedet werden.
Die SP Winterthur ist mit ihren Anliegen nicht alleine. Verschiedene andere Parteien zielen erfreulicherweise in die gleiche Richtung. Die SP Winterthur prüft mögliche Kooperationen, um die Mieterinnen und Mieter möglichst rasch und zielführend unterstützen zu können.
|